05.05.2006

Die Qual der Wahl

Heute mal nichts christliches *grins* "Vom Finden und Erfinden literarischer Gestalten" so heißt der creative writing Kurs, den ich im Moment an der Uni belegt hab. Und mit der Überschrift fängt mein Problem im Grunde schon an ;-) Wenn ich bisher etwas geschrieben hab musste ich mir nicht großartig was ausdenken, ich musste nicht erst Jagd machen auf meine "Muse" - die Charaktäre, über die ich bisher geschrieben hab, waren allesamt von mir in dem einen oder anderen Rollenspiel schon gespielt worden und ich musste letzten Endes nur noch das aufschreiben, was sie so erlebt haben. Hier und da noch das eine oder andere dazugedichtet und fertig war die Story. Jetzt liegt der Fall anders, wir sollten uns innerhalb einer Woche eine Figur ausdenken, mit der wir uns den Kurs über beschäftigen wollen. *Haltet einfach die Ohren auf in der Straßenbahn und in eurem Umfeld, vielleicht hört ihr irgendetwas, das euch interessiert und über das ihr schreiben wollt* riet uns Birgid, die Dozentin. Zuhören in der Straßenbahn? Kein Problem... Nur... Irgendwie hab ich da nicht das gefunden, über das ich schreiben wollte - scheinbar ist es unter Elfen und Zwergen nicht üblich, mit der Straßenbahn unterwegs zu sein :-P Ich rätselte also hin und her und wartete auf meine Inspiration - die nicht kam... Die paar Ideen, die ich hatte, wurden gleich wieder verworfen. Zur letzten Stunde sollten wir dann eine kurze Geschichte über eine Person schreiben, die wir in einer dreier-Gruppe entwickelt hatten. So entstand dann die 21-jährige Josefine, die ich kurzerhand in das Jahr 1487 packte und an der Inquisition teilhaben ließ. Ich hab das Gefühl, ich hätte schon mal besser geschrieben... Und so verschwand dann auch die Idee vom Historien-Roman wieder in der Schublade und ich musste weitersuchen nach der EINEN Figur, die am Ende des Kurses danach schreien sollte, in einem Roman verewigt zu werden. Gestern nacht kam sie dann endlich - und sie brachte auch gleich ihren ganzen Lebensraum mit. Ein kleiner Satz ("Die Anrufungszeichen des Windes") brachte mich mal eben dazu, eine Welt zu entwickeln, komplett mit Sonnen und Monden, Wesen, die auf ihr leben, Namen, Kalender, Riten und Legenden. Es ist noch nicht ganz fertig, aber ich hab das Gefühl, das es ne Menge Spaß machen wird, da den "Schöpfer" zu spielen und meinen Figuren im Kampf gegen das Böse beizustehen *freu* Vielleicht könnt ihr die ersten Entwürfe schon bald hier lesen :-)

Bis dahin seid gesegnet

Melly

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