16.06.2006
von Megaphonen und Neonleuchtreklamen
Es gibt Tage, da funktioniert nichts... Alles geht irgendwie schief, alles läuft so an dir vorbei und du fragst dich, warum du überhaupt aufgestanden bist. Vielleicht betest du dann und wenn Gott nicht sofort antwortet dann denkst du, das deine Gebete irgendwie an der Zimmerdecke kleben bleiben, das Gott dich nicht hört - oder dir nicht zuhören will. In der letzten Zeit ging es mir ab und zu so. Ein paar Dinge gingen schief, ich wachte morgens schon mit Kopfschmerzen auf, etwas, worauf ich mich total gefreut hatte wurde abgesagt und so weiter... Und Gott schien weit weg, vermutlich musste er grad in Afrika ein paar Kinder retten. Mir kams so vor, als ob ich in der Warteschleife wäre: Wenn du Gott loben willst, drücke die 1. Wenn du Gott danken willst, dann drücke die 2. Wenn du dich nach ihm sehnst und seine Nähe suchst - kein Anschluss unter dieser Nummer, tut mir leid, ihre Verbindung wurde unterbochen...
Und dann gibts so Tage, an denen Gott permanent mit dir redet, laut, klar und deutlich. So war es gestern. Vor ein paar Tagen hatte ich Papa gefragt, ob er nicht mal klar und deutlich mit mir reden könnte - er meinte ja und holte das Meaphon raus... Nach dem Hauskreis gestern bin ich noch in die Offenbar gegangen. Ich hab über ein paar Gedanken nachgedacht, bei denen ich mir nicht sicher war, woher die kommen - von Gott, von mir selbst, vom Teufel oder vielleicht bildete ich mir das alles auch nur ein? Mein Blick fiel auf nen Artikel aus "Neues Leben": *Die Stimme Gottes hören lernen* Das war genau das, was ich wollte und ich fing an zu lesen. Ein Satz sprang mich förmlich an: Gott kann uns dennoch an den Platz bringen den er sich für uns wünscht. PENG, da war es, das Megaphon, und ich dachte, es geht nicht mehr deutlicher. Aber Gott wollte wohl auf Nummer Sicher gehen, denn als ich meine Bibel aufschlug las ich folgenden Text aus Hesekiel 16, 6-8:
Ich kam an dir vorüber und sah dich hilflos und blut- verschmiert am Boden liegen. Da sagte ich zu dir: 'Du sollst am Leben bleiben und heranwachsen wie eine Blume auf dem Feld!' Du blühtest auf und wurdest zu einer schönen Frau voller Anmut. Deine Brüste wuchsen, dein Haar war voll und schön. Aber immer noch warst du völlig nackt. Wieder kam ich an dir vorüber, und ich sah, daß du alt genug warst, einen Mann zu lieben. Da breitete ich meinen Mantel über dich aus und bedeckte deinen nackten Körper als Zeichen dafür, daß du meine Frau sein solltest. Ich, der Herr, schwor dir Treue und schloß mit dir einen Bund fürs Leben. So wurdest du meine Frau.
Und ich dachte, deutlicher als Megaphon geht nicht - da war die Antwort auf eine weitere meiner Fragen... Wie war das noch in meinem "Bete zu Jesus" Eintrag? "Schon cool, wie Gott mit mir redet... Durch *Kritzeleien* an Fahrplänen, durch Freunde und sogar durch das Fernsehen..." Und manchmal haut er mir seine Meinung halt auch ziemlich direkt um die Ohren... ;-)
Seid gesegnet
Melly
15:35 Veröffentlicht in Unterwegs mit Gott | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken




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