01.10.2006

Ich war's nicht - oder: mir fällt keine passende Überschrift ein

Grade auf dem Weg nach Hause vom GIS ("God is speaking") ist mir was Merkwürdiges passiert... Ich hab ne Geschichte aufgeschrieben - ok, das ist jetzt an sich nicht sooo wahnsinnig merkwürdig, weil ich ja immer mal wieder schreibe, aber diesmal hatte ich das Gefühl, das ich die Geschichte nicht verfasst habe - mir wurde sie *nur* diktiert... Ich hab keine Ahnung, warum ich den Text geschrieben habe, ich hab nur so ne leise Ahnung, für wen... Na ja, deshalb stell ich ihn einfach mal hier aufs Blog, vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen (wenn ja, ich hätt gern Feedback *lächel*)


Diese Gedanken... Das Mädchen schüttelte den kopf - unwillig, trotzig. Sie wollte doch normal sein, sein wie alle anderen, so wie die Gesellschaft es von ihr erwartete - eben mit dem Strom schwimmen. Aber sie schwamm nicht mit dem Strom.
Sie schwamm gar nicht.
Sie wollte nicht - manchmal - und manchmal konnte sie nicht, zumindest hatte sie das Gefühl. Aber der Strom ließ sie nicht los - und wieder einmal saß sie da, auf dem großen Felsen und ließ ihren Blick über die stürmische See schweifen. Lauschend hob sie den Kopf - da, es war schon wieder da. Es rief sie - konnte denn nur sie das hören? *Prinzessin* flüsterte es, *meine Prinzessin, Geliebte, komm zu mir... Du bist fremd da, wo du grad bist - bist eine Fremde in seltsamen Land, und dabei gehörst du doch in mein Reich... komm...*
Das Mädchen wollte nicht, wußte nicht, konnte nicht... Wie sollte sie auch wissen, dass das unendlich Gute sie gerufen hatte, berufen hatte, ihr Amt anzutreten im ewigen Reich? Schwarze Prinzessin...
*Meine Geliebte... komm...*
Die Sonne versank, der Tag war dahin, das Mädchen ging heim - aber das Rufen hörte nicht auf. Tag für Tag, Stunde um Stunde hörte sie sie - diese unglaublich traurige Stimme, dies Wehklagen: *Geliebte... Komm heim... Warum hast du mich allein gelassen? Komm doch, oh komm, ich bitte dich!*
Jeden Tag ging das Mädchen hinaus zum Meer und blickte in die Wellen. Tief, so tief - und unergründlich, wie sie selbst.
*Meine Prinzessin... komm zu mir...*
Das Sehnen war zu stark, die Stimme zu laut - das Mädchen ging. So tief das Wasser, so zärtlich die nasse Umarmung - und statt tintenschwarzem kalten Todeskuss fand sie leuchtendgolden ihren Prinzen - seine Umarmung - seinen Friedenskuss.

Kommentarstatus

Hi Melly
Puh, das ging unter die Haut. Ich hoffe du schreibst nicht von dir?????
Ich würde krank vor Sorge werden.
Ich hoffe, daß Gott seine schützende Hand über dich hält.
Bis dann...
Deine Mama

Veröffentlicht von: Mama Wichert | 03.10.2006

hey!
wie war dein wochenende?
es freut mich dich kennen gelernt zu haben...
schade, dass wir uns irgendwie nur so kurz gesehen haben... auf ein anderes mal... :-)
tschüss...

Veröffentlicht von: sibe | 11.10.2006

hae?! wieso ist dieser post HEUTE erst in mein feedreader aufgetaucht? oder hast du es heut geschrieben und nur den datum nach hinten verlegt??

Veröffentlicht von: cate | 20.10.2006

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