30.11.2006
Tempelfete in der Offenbar
Tempelfete - ein toller Ausdruck für Gottesdienst oder? Hab ich letzten Freitag beim kellnern gehört und dachte, ich könnte unsren Godi am Sonntag zum Thema "Gemeinschaft" ja mal so nennen. Hier nun also endlich die Bilder - sorry, das die so klein sind, ich hab leider keine Ahnung warum blogspirit die verkleinert und wie ich das abstellen kann...
Ach ja, gleichzeitig sind das meine Bilder des Tages, denn Godi und Gemeinde gehört eindeutig zu den schönen Seiten der Welt ;-)
01:18 Veröffentlicht in Pic des Tages | Permalink | Kommentarstatus (8) | Per Email verschicken
24.11.2006
Neue Kategorie - "Pic des Tages"
Ja doch die Welt da draußen hat doch was Schönes und ist nicht immer grau und dunkel - das hoffe ich jedenfalls und um mir selbst das auch klarzumachen gibts jetzt mit schöner Regelmäßigkeit ein Beweisfoto - mal sehen ob ich es tatsächlich jeden Tag schaffe, wär ja schon schön... Also, hier das erste :-)
15:23 Veröffentlicht in Pic des Tages | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken
10.11.2006
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
So...da ich im Moment bissl depri bin und ich glaub, das geht auch andren so, hier mal nen Text zum Aufmuntern und drüber Nachdenken :-)
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüstere die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber ...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet. Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüstere sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber – wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzeln, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."
Autorin: Inge Wuthe
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07.11.2006
Der Drahtkorb
Ein junger Mann, der sich schon tage-, wochen-, ja monatelang bemüht hatte, beten zu erlernen und auch zu meditieren, stellte fest, dass einfach keine Erfahrung da war, die blieb. Er behielt nichts in den Händen zurück, es zerrann ihm alles wie Wasser zwischen den Fingern, nichts Greifbares war mehr da. Er war schon ganz verzweifelt und wollte schon mit dem Gebet und der Meditation aufhören, da hörte er von einem Weisen, der in der Wüste lebte und der ein Meister in Gebet und Meditation sei.
Also gut, dachte er, einen letzten Versuch will ich wagen und diesen Weisen besuchen und ihn fragen, wie denn das Beten ginge. Und er machte sich auf, fand den Weisen in der Wüste und fragte ihn: "Du bist doch ein Meister in Gebet und Meditation, lehre mich so beten, dass für mich auch ein Erfolg dabei herauskommt." Und der Weise sagte zu ihm: "Siehst du den dreckigen Drahtkorb dort liegen?" "Ja." "Dann nimm ihn und hole damit Wasser!"
Der junge Mann nahm den Drahtkorb, ging einige hundert Meter bis zum Brunnen, schöpfte mit dem Drahtkorb Wasser und machte sich auf den Weg zum Weisen. Doch bis er dort angekommen war, war alles Wasser aus dem Drahtkorb herausgelaufen. Der Weise sagte zu ihm: "Geh und hole Wasser!" Und er machte sich zum zweitenmal auf den Weg; doch der Erfolg war genau derselbe. Der Weise forderte ihn zum drittenmal auf: "Geh und hole Wasser!" Und das wiederholte sich noch einige Male, bis der junge Mann ungeduldig wurde und dachte, das klappt doch nie, ich frage den Weisen einmal.
Und er sagte zu ihm: "Du siehst doch, mit dem Drahtkorb kann man kein Wasser holen, es läuft alles heraus." Da sagte der Weise: "Genauso ist es mit dem Gebet, du hast zwar kein Wasser zu mir gebracht, aber der Drahtkorb, der am Anfang dreckig war, ist jetzt sauber, und so verhält es sich auch beim Beten. Wenn du beim Gebet nicht die Erfahrung hast, etwas in den Händen zurückzubehalten, so hat dich doch das Beten und Meditieren gereinigt."
Willi Hoffsümmer
18:55 Veröffentlicht in zum Nachdenken | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken
01.11.2006
"Good Vibrations" - Erntedankfest im Hoffnungshaus
Komme grad vom Erntedankfest mit den Freaks - es war einfach nur cool :-D Schon am Samstag trafen Corcken, Mörßl und Joachim bei mir ein, um lustiges Kürbis-Wettschnitzen zu veranstalten *g* Dabei sind zwei echt tolle "Fratzen" entstanden, die heute das Hoffnungshaus schmückten. Wir wollten einen Abend veranstalten, an dem wir Gott einfach mal DANKE sagen für die Gaben, mit denen er uns beschenkt hat - nicht nur, das er uns mit Essen versorgt, sondern vor allem mal für die kreativen Fähigkeiten, die Gott in uns gelegt hat. Und ich muss sagen, die Bremer Freaks sind allesamt kreative und einfallsreiche Köpfe! Da wurde geschrieben und gesungen ("und alle: goooooood VIBRATIONS!!!" danke Frido :-D ), gebacken und gekocht (Lars brachte superleckere Suppe mit, Ben und Caro haben Rosinenbrot gebacken und Doro uns mit leckeren Schnecken verwöhnt), gemalt, gezeichnet und Gipsmasken gemacht. Am Ende hatten wir tolle Cartoons von Ben, superschöne Bilder, ein paar Masken (ich find vor allem die von Hans total schön, obwohl er ja laut selbstaussage nicht kreativ ist :-P ), eine schöne Wandmalerei von Caro und Mone hat (glaub ich) was geschrieben... Bilder kommen hoffentlich nach, wenn ich Cate dazu überreden kann, mir die Fotos zu schicken :-) Trotz Husten und Heiserkeit hab ich es dann doch noch "gewagt" und ein paar Texte von mir vorgelesen - meine Stimme wurde zwar immer tiefer und am Ende hab ich eher nach krächzender Nebelkrähe als nach Melly geklungen, aber das tat der guten Stimmung wohl keinen Abbruch *g* Ich bin jedenfalls total dankbar, in so einer kreativen tollen Gemeinde gelandet zu sein, wo Punks neben Gothics und "Normalos" existieren und sie sich alle gern haben und unterstützen! Jo, mag sein das das rührselig klingt, aber hey, mir egal - ich hab euch alle total lieb und ich bin froh, bei euch zu sein! :-D
01:36 Veröffentlicht in Unterwegs mit Gott | Permalink | Kommentarstatus (1) | Per Email verschicken



